Berlin, 5. Juli, 2026 (Berlin Minus) — Die Kansas City Symphony überquert den Atlantik, um in drei europäischen Städten aufzutreten: Amsterdam, Hamburg und Berlin. Den Auftakt macht aber ein Heimspiel: Am 21. August ist in der Helzberg Hall im Kauffman Center for the Performing Arts in Kansas City ein “Abschiedskonzert” vor der Europatournee vorgesehen. Werke von Neuwirth, Copland und Tschaikowsky stehen auf dem Programm. Solist des Abends ist der Geiger Blake Pouliot, am Pult steht Matthias Pintscher.
Wenige Tage später fliegen Dutzende Orchestermitglieder nach Amsterdam, wo ein Auftritt im Concertgebouw ansteht. Dort tritt die Kansas City Symphony gemeinsam mit dem amerikanisch-israelischen Star-Geiger Gil Shaham auf. Auf dem Programm steht unter anderem Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur.
Der Komponist schrieb das Stück im Frühjahr 1878 während eines Aufenthalts am Genfer See, nachdem er zuvor gesundheitliche Probleme zu bewältigen hatte. Seine unglückliche Ehe bedrückte ihn zusätzlich. Obwohl Tschaikowsky ganze Abschnitte des Werks nach einer ersten Fertigstellung umschrieb, benötigte er für die endgültige Fassung nur drei Wochen. Die Uraufführung fand entweder 1879 in New York oder 1881 in Wien statt.
Blake Pouliot übernimmt
Vor dem russischen Werk ist laut Programmzettel Aaron Coplands Suite aus Appalachian Spring an der Reihe. Etwas Kontrast schadet schließlich nicht – ebenso wenig wie ein 1945 komponiertes amerikanisches Ballettstück, das später zu einem Orchesterwerk umgearbeitet wurde. Für diese Bearbeitung zeichnete Copland selbst verantwortlich. Der Amsterdamer Konzertabend endet mit einem weiteren russischen Werk: Sergei Rachmaninoffs Sinfonie Nr. 3 in a-Moll, ein dreisätziges Orchesterwerk, das 1935/36 entstand.
Wie es der Tourmanager schaffen will, sämtliche Orchestermitglieder innerhalb weniger Stunden in die Elbphilharmonie zu bringen, ist nicht überliefert. Im dortigen Großen Saal präsentiert die Kansas City Symphony jedenfalls dasselbe faszinierende Programm wie zuvor in Amsterdam.
Einen Tag später folgt das dritte und letzte Konzert in Berlin, im Rahmen des Musikfests. Statt Gil Shaham ist diesmal wieder Blake Pouliot als Solist zu hören, und statt Copland stehen erneut zwei Kompositionen von Olga Neuwirth auf dem Programm. Auch dieses Konzert dürfte ein echtes Highlight werden.
Die Kansas City Symphony wurde 1982 gegründet. Pintscher übernahm die Position als Dirigent und Musikdirektor vor der Saison 2024/25. Ist es der erste Europa-Auftritt des Orchesters? Nein.
Termine in Europa:
The Kansas City Symphony
28. August 2026: Amsterdam, Concertgebouw (Tickets)
29. August 2026: Hamburg, Elbphilharmonie (Tickets)
30. August 2026: Berlin, Philharmonie (Tickets)


