Warum man Boy George doch lieben muss

Wir müssen Boy George seine schrecklichen Hits von damals verzeihen. "Karma Chameleon"? Schon vergessen.

2 Min Read

“Du sagst Genozid, ich sage Krieg.” So beginnt der neue Song “We Will Dance Again” von Boy George. Bereits zuvor hatte er sich in sozialen Medien mit Israelfeinden und Terrorunterstützern angelegt.

“Wenn du angegriffen wirst, kommt die Armee zum Einsatz. Sind Kriege schlimm? Natürlich. Dies ist der Fall, wenn ich weiß, dass ihr uns alle töten wollt.” So setzt sich der Lied-Text fort. “Ihr erwähnt nie den 7. Oktober. Damals wurden junge Mädchen an Bäumen vergewaltigt und brutal ermordet, nur weil sie tanzen wollten. Und ihr verurteilt die Juden mit selektiver Erinnerung.”

Wir müssen Boy George seine schrecklichen Hits von damals verzeihen. “Karma Chameleon”? Schon vergessen. “Do You Really Want to Hurt Me”? Schwamm drüber. “Time (Clock of the Heart)”? Schlimm. Macht aber nichts.

“Wir werden wieder tanzen”, singt Boy George. “Der Krieg wird zu Ende gehen. Falls ihr verwirrt seid: Ich stehe auf der Seite der Juden. Dadurch fühle ich mich nicht mutig, sondern ich muss mich einfach wie ein Mensch verhalten.” 

Doch. Er ist mutig. 

Wenn mehr prominente Nicht-Juden den Mut hätten, etwas Wahrheit in die Diskussion zu bringen und der auf Verschwörungsmythen aufbauenden, woken Hamas-Unterstützung etwas entgegenzusetzen, wäre schon viel gewonnen. Mit einem Reggae-Pop-Song wie “We Will Dance Again” wird hoffentlich ein Publikum erreicht, das weder wichtige Publikationen liest, noch andere zuverlässige Quellen zum Thema Nahost nutzt.

Wir können uns nur herzlich bedanken.

Share This Article